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Situation in Lalibela

Auch in Äthiopien wachsen Oliven. So erklärt sich der Name des „Olive Mountain“, eines Hügels im Stadtzentrum der Stadt Lalibela. Durch übermäßes Abholzen und nachfolgende Erosion stehen auf der Südseite nunmehr keine Bäume mehr.

Eine Gruppe junger Männer aus Lalibela hat es sich im Jahr 2000 zum Ziel gesetzt, diesen weithin sichtbaren Hügel ihrer Heimatstadt wieder zu begrünen. In intensiven Gesprächen mit den örtlichen Behörden erhielten sie die Genehmigung, mit der Bepflanzung der 1,5 Hektar großen Fläche zu beginnen. Die Gelder hierfür stammten aus Mitgliedsbeiträgen ihres Vereins: Jedes Mitglied erklärte sich bereit, pro Jahr 36 Birr einzuzahlen. Dies entspricht zwar „nur“ 3,60 EUR, dabei ist zu berücksichtigen, dass das Durchschnittseinkommen in Äthiopien bei etwa 80 EUR pro Jahr liegt (Deutschland ca. 25 000 EUR).

Damit haben die Mitglieder der Green Association gemessen an ihren finanziellen Möglichkeiten ein großes Engagement gezeigt.

Zunächst kam die Begrünung gut voran. Zwischen einigem Wildgras wuchsen die verschiedenen Grünpflanzen (wie Eucalyptus oder Olivenbaum) gut heran. In den letzten zwei Jahren traten jedoch Probleme auf, die mit den bestehenden Geldern für die Gruppe nicht zu schultern waren:

Erstens Wildfraß an den Pflanzen durch frei herumlaufende Tiere (insbesondere Ziegen) und zweitens Bedrohung des ohnehin brüchigen ökologischen Systems durch umherlaufende Menschen, die die wenigen Gräser und anderen Pflanzen für ihren täglichen Bedarf entfernten.

Wie wollen wir helfen?

Credimus als Verein ist beeindruckt vom bisherigen Wirken der Green Association. Mit Hilfe von Spenden soll das Projekt am Olive Mountain zunächst gesichert und langfristig erhalten werden. Dazu sind folgende Maßnahmen nötig:

Erstens Verhinderung des Zugangs zum Aufforstungsgebiet durch den Bau eines Zaunes und zweitens der Bau eines Wasserrückhalte- (für ca. 60 000 Liter) sowie eines Bewässerungssystems, um auch in Trockenzeiten den Erhalt der Pflanzen zu sichern.

Mit dem Bau des Zaunes wird bereits im August 2006 begonnen. Dies ist in der Regenzeit, so dass die Pflanzen in ihrer wichtigen Wachstumsperiode geschützt werden.

Dezember 28th, 2014

Posted In: Äthiopien, Projekte