Ende Januar 2015 reiste Dr. Peter Th. Wolff nach Madagaskar. Im Gepäck neben den elektronischen Teilen für das Lungenfunktionsgerät auch der vorinstallierte Computer, ein Drucker und eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung). Beim Anflug ragte die Hauptstadt Antananarivo aus einer riesigen Seenplatte heraus. Der Zyklon Chedza hatte enorme Wassermassen hinterlassen, mit denen die Bevölkerung gerade in den ärmeren Quartieren sehr zu kämpfen hatte. Es regnete noch in Strömen.

Das Herzstück des Projektes, ein Bodyplethysmograph ZAN500, war mitsamt 3000 Mundstücken mit Filtern bereits im August 2014 in Antananarivo eingetroffen. Vorausgegangen waren unendliche Verhandlungen, die Herr Rolf Kauz von der Firma damco in Stuttgart mit liebervoller Hartnäckigkeit in die Hand genommen hatte.

Nach dem Kauf von Bildschirm, Tastatur und Maus vor Ort konnte die technische Installation nach knapp 4 Tagen abgeschlossen werden. Im Vorfeld hatte die Klinik, allen voran die Chefärztin Prof. Dr. Annick Robinson und der quirlige Directeur technique – Dr. Heritiana Randrianjafininpananana – alles nötige vorbereitet: Der Bodyplethysmograph stand in dem vorgesehenen Raum, der Arbeitstisch war ausgepackt und ein Internetkabel bereits verlegt. Weitere Helfer waren zur Stelle. Die Directrisse adminsitrative Vivapin Haingo Moonoussamy, die Techniker Coco und Tsiry.

Nachdem die technischen Probleme gelöst waren konnte Felana Haingo Andry Harisoamanana, die in Pfullendorf die Technik der Ableitung von Lungenfunktionen erlernt hatte, die erste Lungenfunktionsprüfung durchführen. Fitahina, ein echt cooles Mädchen, setzte sich als erste in die Kabine. Unerschrocken ließ sie sich erklären was zu machen sei und nach wenigen Minuten hatte sie unter der Anleitung von Felana eine perfekte Lungenfunktion erstellt. Ein Traumstart für den Bodyplethysmographen aus Oberthulba. Michael Zimmermann, der Geschäftsführer der nspire health GmbH die das Gerät gestiftet hatte, und Stefan Müller, der technische Leiter wären begeistert gewesen. Einen Tag zuvor hatte Herr Müller noch per Fernwartung die Software überprüft und alles für korrekt befunden.

 

 

Februar 12th, 2015

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